Skip to main content

Autor: batandtheman

Rückblick: Tagesausflug Achensee

Tagesausflug Achensee – Schwarzenau – Samstag, 14.04.24, 08:30 Uhr morgens. Das Tauchequipment ist in den Fahrzeugen verstaut, die ersten Croissants sind verzehrt, der obligatorische Shop-Kaffee ist getrunken. So kann es nun für unsere 15-köpfige Reisegruppe bei herrlichem Frühlingswetter auf die 1,5 stündige Reise gen Süden ins schöne Österreich zum Achensee gehen. Der Achensee mit einer Fläche von 6,8 m² ist der größte See Tirols und liegt inmitten der herrlichen Naturlandschaft des Karwendel- und Rofangebirges. Daher kommen neben Tauchern auch Naturbegeisterte und Wanderer voll auf ihre Kosten. Der 9 km und an der breitesten Stelle 1,3 km große Achensee hat eine Tiefe von 133 m und fasst je nach Wasserstand ein Volumen von 481 Mio. m³. Da der See neben dem Tourismus auch für die Stromerzeugung genutzt wird, ist der Wasserpegel im Winter deutlich niedriger (bis 5 m) als im Sommer. Die Wassertemperatur ist – typisch für Bergseen – ganzjährig niedrig, auch wenn sie in den Sommermonaten auf bis zu 22°C hochklettern kann. Durch seine Lage zwischen Karwendelmassiv und Rofangebirge besitzt der See mehrere unterirdische Zuflüsse, die ihm eine Wasserqualität zu Trinkwasserstandards liefern. Die Wasseroberfläche des Achensees schimmert türkisblau bis aquamarin. Dies ist bedingt durch den hellen Kalkstein am Grund des Sees.

Gegen 10:00 Uhr erreicht unsere Reisegruppe bei strahlendem Sonnenschein und (noch) kühlen 10°C den Campingplatz Schwarzenau. Die Tagesgebühr für Taucher beträgt 11€, die Tageskarte Parken 7€. Wer direkt am See parken will sollte allerdings sehr früh am Platz sein, da die Parkplätze begrenzt sind. Wir hatten Glück, denn neben unserer Gruppe waren nur vereinzelte Taucher vor Ort. In den Sommermonaten kann sich das aber sicherlich ändern. Nichtsdestotrotz gibt es aber alles in allem genügend Parkplätze vor Ort. Der hier liegende Tauchspot ist einer von insgesamt vier. Neben Schwarzenau gibt es noch TCI Parcours – Tunnel Nord – mit Seilbahngondel, Telefonzelle und Schatzkiste, Hechenberg Nord – mit drei VW Käfer Wracks auf geringer Tiefe und Hechenberg Süd – für fortgeschrittenere Taucher. Schwarzenau ist aber allen voran als Anfängerspot zu empfehlen. Hier gibt es bereits auf niedriger Tiefe Plattformen mit Spiegeln zum Tarierungscheck, sowie weitere flachliegende Spots (Fotogalerie, Shishas, Metallformen, usw.). Folgt man dem abfallenden Untergrund weiter in die Tiefe, so kommt man vorbei an einem U-Boot, einem Metall-Christbaum, einem WC-Häuschen bis hin zu einem kleinen Schiffswrack auf knapp 40 m. Wer hier noch tiefer gehen möchte braucht eine Tec-Ausbildung. Nachdem das Equipment ausgepackt ist und das Tauchplatzbriefing durchgeführt wurde teilt sich unsere Gruppe auf: acht unserer Tagesausflugsgäste werden von zwei Dive-Guides zu einem Vormittags- und einem Nachmittags-Fun-Dive ins 8°C-kühle Wasser geführt (auf 40 m gabs dann leider nur noch 4,5°C – Kalttauchausrüstung Pflicht!). Weiter gibt es noch einen Deep-Diver-Specialty-Kurs, sowie einen Diver-Propulsion-Vehicle-Specialty-Kurs (kurz DPV), denn der Achensee ist einer der wenigen Seen, in denen man auch Unterwasser-Scooter fahren darf. Gegen 16:00 Uhr heißt es dann aber auch schon wieder zusammenpacken und die Autos beladen. Den es geht auf die 1,5 h Heimreise nach Eching.

Fazit: Petrus meinte es gut mit uns, wir konnten einen herrlichen Tauchtag bei 20°C am Achensee, Schwarzenau verbringen. Trotz der frischen Wassertemperaturen konnten wir zwei tolle Tauchgänge, sowie zwei erfolgreiche Specialty-Kurse verzeichnen. Die Sichtweiten unter Wasser waren zwar an diesem Tag nicht perfekt, aber dennoch besser, wie so mancher See bei uns im Raum München. Der Tauchspot ist für Anfänger bis hin zum Fortgeschrittenen ideal, da jegliche Tiefe einfach angetaucht werden kann. So kommt hier wirklich jeder auf seine Kosten. Dies war zwar der erste offizielle ABC-Tagesausflug zum Achensee, aber sicherlich nicht der Letzte! Du hast Lust beim nächsten Ausflug zum Achensee dabei zu sein, dann melde dich bei uns. Weitere Reisen und Ausflüge findest du auch noch hier.

Fotos by batandtheman

Gastbeitrag: Tauchwochenende Kreidesee 2024

Tauchwochenende Kreidesee, Hemmoor – Vor uns liegen 4 Tage entspanntes Tauchen im Kreidesee in der Samtgemeinde Hemmoor, westlich der Hansestadt Hamburg mit hervorragenden Sichtweiten, gutem Wetter und gutem Essen. Alles in allem somit ausgezeichnete Bedingungen für ein Tauchwochenende im wettertechnisch durchwachsenem März. Aber von Beginn an …

In Tauchzeitschriften, Dokumentationen und auch in Social-Media findet man diverse Berichte und Fotos zu diesem Taucherparadies im Norden Deutschlands. Auch die dort ansässige Tauchbasis wurde mehrfach für die Arbeit vor Ort ausgezeichnet.
Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1976 war dies allerdings noch nicht der Fall. So wurde hier noch Kreide im Tagebau für die Zementherstellung abgebaut. Nach Schließung des Tagebaus und dem damit folgenden Abstellen der dafür vorhandenen Wasserpumpen füllte sich das Loch nach wenigen Jahren mit kristallklarem Quellwasser, was auch für die heute hervorragenden Sichtweiten bis zu 25 Meter sorgt. Aufgrund seiner Größe von 33 Hektar und einer Tiefe von 60 m kann man auch heute noch Teile der Vergangenheit in einem Tauchgang entdecken. So sind noch diverse Anlagen vorhanden, die einen Eindruck der Gegebenheiten von damals liefern. Aber auch neuere Gegenstände wurden im See installiert: Man findet unter anderem ein freischwebendes Flugzeug, einen LKW, einen Wohnwagen, mehrere Autos und noch viele weitere interessante Dinge.
Aber auch das drumherum wurde den Gegebenheiten angepasst. So besitzt die Tauchbasis Europas größte und schnellste Füllanlage für ein Füllen der Flaschen in nur wenigen Minuten. Die Einstiege wurden den Bedingungen angelegt und auch für das Anlegen des Equipments gibt es diverse Tische, Ablagemöglichkeiten und Stellplätze für Fahrzeuge. Für uns war daher bereits Ende 2023 klar, dass wir dort hin müssen. Schnell war der Plan für ein verlängertes Wochenende gereift, ein exaktes Datum gefunden und der Ausflug gebucht.

Am Donnerstag, 14.03.24 geht es nun also frühmorgens um 06:30 Uhr für Stefan, Julia und mich auf den langen 8 stündigen Weg nach Hemmoor in unserem eigens für diese Reise gemieteten Ford Transit – der sich, so viel sei an dieser Stelle gesagt zu einem idealen Tauchauto entpuppen sollte. Gestoppt wird dabei nur zum Tanken, wir wollen schließlich schnellstmöglich die lange Fahrzeit schaffen um ins kühle, klare Nass springen zu können. Gegen 16:00 Uhr kommen wir voller Vorfreude am Kreidesee an und können direkt in unsere gemietete Ferienunterkunft auf dem Gelände einchecken.
Der am Kreidesee liegende Ferienpark bietet neben Campingmöglichkeiten auch mehrere Ferienunterkünfte für 2-6 Personen und Ferienapartments im Verwaltungsgebäude. Unser Ferienhaus bietet alles, was wir für das anstehende Wochenende benötigen: Küche, Essecke, Wohnzimmer, drei Schlafzimmer, ein Badezimmer, sowie Terrasse mit Rödeltischen und Trockenraum für unser Equipment. Von unserem kleinen Häuschen sind es zudem nur wenige Meter Fußweg zum See selbst. Ideale Bedingungen somit für die kommenden Tage. Nachdem die Zimmeraufteilung geklärt ist, geht es direkt zum See, um unseren Check-Dive zu machen.
Aufgrund seiner Größe bietet der Kreidesee 8 verschiedene Einstiege mit denen der Großteil der Attraktionen angetaucht werden kann. Nichtsdestotrotz macht es Sinn einen Scooter mitzubringen, um einfacher und schneller voran zu kommen – natürlich sofern man mehr als 100 Tauchgänge und eine entsprechende Zertifizierung besitzt. Für unseren Check-Dive entscheiden wir uns für Einstieg E2. So können wir den Rüttler, sowie den zugehörigen LKW und Briefkasten auf 19-32m antauchen und gleichzeitig auch die Gegebenheiten vor Ort prüfen. Einstieg E3 wäre zwar direkt über dem Rüttler, aber aufgrund von Baumfällarbeiten ist der Weg dahin noch gesperrt. Tauchausrüstung angelegt und über den sehr gepflegten Einstieg entspannt ins kühle 8°C kalte Wasser gestiegen, beginnen wir mit dem Check unserer Ausrüstung. Alles OK?! – Dann geht es los…
Wir tauchen ab und folgen der Steilwand an der rechten Schulter in die Tiefe vorbei an einem kleinen Unterwasserwald und sind von der tollen Sicht fasziniert. Ja ein Ortsansässiger wird sagen die Sicht ist nicht gut, aber wer schon mal in den bayrischen Seen war, der weiß von was ich spreche. Nach etwa 10min erreichen wir Rüttler, LKW und Briefkasten auf 19m Tiefe. Wer hier noch genauer hinschaut findet viele kleine Details, die den ganzen Spot noch „lebendiger“ machen und an die Zeit von damals erinnern lassen. Nachdem wir alles soweit ausgekundschaftet haben geht es auch wieder zurück zum Einstieg E2 um den Tauchgang zu beenden. Zusammengefasst ein idealer erster Tauchgang bei zusätzlich schönem Wetter und 17°C Außentemperatur, der morgen auf mehr hoffen lässt. Den Abend lassen wir noch in einem örtlichen Lokal ausklingen und sind gegen 22 Uhr erschöpft in unseren Betten.
Tag 2 beginnt um 5:45 Uhr morgens, wir wollen schließlich die ersten Sonnenstrahlen mitnehmen. Tauchgang 1 führt uns an diesem Tag von Einstieg E2 über einer auf 26m liegenden Betonbombe zu einem Segelboot auf 13m. Wie bereits gestern sind wir auch heute wieder für uns. – Tauchen am Kreidesee in der Nebensaison hat trotz der etwas kälteren Bedingungen doch auch einen Vorteil. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es kurz vor Mittag für Tauchgang 2 zu Einstieg E3 und wieder zum Rüttler, LKW und Briefkasten um nochmal Bilder bei etwas besseren Umgebungsbedingungen zu machen. Auch hier haben wir wieder das Glück den Spot für uns zu haben. Tauchgang 3 am Nachmittag beginnen wir an Einstieg E1. Dieser ist deutlich besser besucht als die anderen Einstiege. Grund ist die Vielzahl an Parkplätzen, wie Rödeltischen, aber auch der einfache Einstieg, der der ehemaligen Einfahrt in den Tagebau folgt. Unsere Tauchtour geht vom chinesischen Tor direkt am Eingang zu einem fahrbaren Förderband, sowie einem Schweiß- und Arbeitstisch aus Tagebauzeit vorbei an den Überresten des 120m Steilhangs.
Auch den Samstag beginnen wir um 5:45 Uhr. Sind wir beim Anlegen der Tauchausrüstung noch für uns, zeigt sich spätestens beim Ausstieg nach Tauchgang 1, dass es Wochenende ist. Die Parkplätze sind trotz Nebensaison gut belegt. Alles in allem hat man aber bei gutem Timing viele Spots für sich alleine und begrüßt lediglich den ein oder anderen vorbei schwimmenden Taucher. Für Tauchgang 2 geht es zu Einstieg E4B, den wir über einen ca. 150m Fußmarsch erreichen. 150m klingt erstmal viel, aber mit Tauchbox und guter Planung ist der Weg nicht sonderlich anstrengend. Der Tauchspot ist den Weg zudem vollends wert. Unter Wasser werden wir direkt am Einstieg von einem alten Ford Mondeo (3m) begrüßt, der sich aufgrund der Sonne in einem tollen Licht blicken lässt. Nach ca. 8min erreichen wir einen Leuchtturm auf etwa 26m, der für das ein oder andere Foto herhalten muss. Weiter geht es dann auf das nächsthöhere 17m Plateau um die Segelyacht „Hemmoor“ abzulichten. Die Segelyacht wurde explizit am Rande des Plateaus abgesetzt, sodass der Bug über den Abgrund des Plateaus in die Tiefe hinausragt. Tauchgang 3 geht an diesem Tag von Einstieg E0 direkt zum freischwebenden Flieger auf 10m, bevor wir den Tauchgang an der Steilwand austauchen.
Leider neigt sich so unser Tauchwochenende auch schon wieder dem Ende. Sonntag wird gepackt und die lange Heimreise angetreten. Im Gepäck tolle Erinnerungen, zahlreiche Fotos und schon direkt den nächsten Reiseplan nach Hemmoor.

Fazit: Für uns war dieses Wochenende ein voller Erfolg. Das Wetter und die Sicht im See waren zu unserem Glück hervorragend. Aufgrund der Nebensaison war die Anzahl der Taucher überschaubar, was sowohl für eine freie Platzwahl an den Rödeltischen, aber auch für gute Sicht sorgte. Das ganze toppen kann nur, wer von Montag bis Freitag anreist. Hier sind – wie uns gesagt wurde – erfahrungsgemäß die wenigsten Taucher vor Ort. In der Hauptsaison in den wärmeren Monaten ist hier allerdings mit deutlich mehr Leuten zu rechnen. Die Ferienhäuser im Ferienpark sind ideal um zu entspannen und das Tauchequipment vorzubereiten. Die Tauchbasis vor Ort bietet hervorragenden Service und hilft auch bei Problemen, sodass dem Taucherlebnis nichts im Wege steht. Leider waren die paar Tage zu kurz um wirklich alle Attraktionen unter Wasser zu sehen. Somit steht für uns fest, dass wir Ende des Jahres wieder kommen, um auch den Rest des Kreidesees zu betauchen. Und da wir natürlich nicht ohne Hintergedanken unterwegs waren, sind wir schon an der Planung für einen offiziellen ABC-Divers Ausflug an den Kreidesee.
Du hast Lust beim nächsten Ausflug dabei zu sein, dann melde dich bei uns. Weitere Reisen und Ausflüge findest du zudem hier.

Fotos by batandtheman

Rückblick: Mindful Diving Kurs

Mindful Diving Kurs – Was bitte ist Mindful Diving und was mache ich hier? Diese und weitere Fragen stellte ich mir am Sonntag, 10.03.24 frühmorgens in der Tauchbasis in Eching. Mit einigen Fragezeichen und auch skeptischen Gedanken bin ich in diesen Kurs gestartet, wurde aber bereits nach kurzer Zeit eines besseren belehrt und die Skepsis verflog sofort. Aber von Beginn an.

Sonntag morgen 09:00 Uhr, Tauchbasis ABC-Divers, Eching. Christina und Tanja begrüßen hochmotiviert die Teilnehmer des heutigen Mindful Diving Kurses. Christina, Spiritual Life Coach, PADI Staff Instructor und Tauchbasen Teilhaber ist bereits seit 8 Jahren im Tauchgeschäft dabei. Tanja ist Business Coach, Klangtherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Unterstützt werden die beiden noch von zwei Staff-Mitgliedern Stefan und Madeline. Diese Unterstützung war auch nötig, denn Christina und Tanja hatten sich viel vorgenommen für diesen sonnigen Tag. Gestartet wird der Vormittag mit einer Session in den Unterrichtsräumen der ABC-Divers. Neben Breathwork (Pranayama) und Meditation sollte auch die Frage geklärt werden, was Mindful Diving ist. Nämlich eine Kombination von Yoga- und Coaching Tools wie Meditation und Atemarbeit mit Taucherfahrung. Ziel ist dabei auch für Taucher in der hektischen Welt einen Ausgleich für Körper und Geist zu finden. Der Kurs richtet daher sich an bereits brevetierte Taucher, aber auch Nicht-Taucher, die es werden möchten und bietet ihnen die Möglichkeit, durch Atem- und Meditationstechniken eine völlig neue und entspanntere Taucherfahrung zu erleben. Durch die bewusste Kontrolle des Atems und das Einbeziehen von Meditationstechniken können Taucher ihre Taucherfahrung auf eine tiefere Ebene bringen. Taucher lernen dabei, sich besser auf ihre Umgebung zu konzentrieren und sich selbst zu beruhigen. Sie können Ängste oder Sorgen loslassen, die möglicherweise ihr Taucherlebnis beeinträchtigen. Diese Techniken tragen dazu bei, die Atmung zu optimieren, den Luftverbrauch zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden unter Wasser zu verbessern. Mit einem Fokus auf Achtsamkeit und innerer Ruhe ermöglicht dieser Kurs Tauchern, eine tiefere Verbindung zur Unterwasserwelt zu erleben und die Schönheit sowie die Faszination der Unterwasserwelt auf eine ganz neue Art und Weise zu erfahren.
So viel also zur Theorie. Die Übungen sind wohl durchdacht und ja, die Ruhe kehrt ein und der Puls wird ruhiger. Christina und Tanja schafften es tatsächlich die Hektik und den Stress verschwinden zu lassen und sich auf seinen Körper, die Atmung und die innere Ruhe zu konzentrieren. Die anfängliche Skepsis war schnell dahin. Ich hätte es selbst nicht gedacht, aber schon ein paar Atemübungen helfen den Kopf frei zubekommen und einfach zu entspannen. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug.

Nach einer kurzen Stärkung zu Mittag wurde dann das Tauchequipment zusammengesucht und der Weg Richtung Pool in Oberschleißheim eingeschlagen. Dort angekommen ging es direkt ins Wasser zu einer Gruppenmeditation mit Klangschalen – eine Klangreise. Wir hatten den Pool Oberschleißheim für uns allein, was den ganzen Kurs noch wertiger machte. Durch die Kombination der Klangschalen im Wasser werden mehrere Sinne berührt, dies wiederum macht das Erlebnis noch spezieller. Nach einer kurzen Nachbesprechung, in der jeder nochmals das Erlebte schildern konnte, ging es in geteilte Kleingruppen. Die erste Gruppe intensivierte die Klangreise mit Klangschalen im umfunktionierten Kinderbecken, die zweite Gruppe sprang in die Taucherausrüstung, um Breathwork und Meditation mit dem Tauchen verbinden zu können. Stets mit viel Ruhe und ganz ohne Hektik. Dadurch vergeht die Zeit wie im Flug und ehe man sich umsah war die Zeit auch vorbei und der Kurs verabschiedet sich vollends zufrieden von den beiden Coaches Christina und Tanja.

Fazit: Der Kurs hat mich, sowie die Teilnehmer positiv überrascht. Das Feedback war durchwegs positiv. Wer tauchbegeistert ist und seine Tauchgänge noch etwas spezieller und ruhiger gestalten will, oder aber auch seine Atemtechnik verbessern möchte, um den Luftverbrauch zu senken ist in diesem Kurs sehr gut aufgehoben. Durch die Reduzierung von Stress und Hektik verbessert sich das Taucherlebnis und senkt gleichzeitig den Luftverbrauch. Du hast Lust bei dem nächsten Kurs dabei zu sein, dann melde dich bei uns. Wir planen für dieses Jahr noch den ein oder anderen Kurs, je nach Teilnehmerzahl. Bist du auch an anderen Reisen oder Ausflüge interessiert, dann schau doch mal hier vorbei.

Fotos by batandtheman

Rückblick: Tagesausflug Murner See – Aussichtsturm

Tagesausflug Murner See – Holzturm – Am Samstag, 03.03.24 geht es für unsere – leider durch Krankheit ausgedünnte 6-köpfige Gruppe frühmorgens um 08:00 Uhr, gut gelaunt Richtung Regensburg, um im nördlich liegenden Murner See ins kühle Nass zu springen. Auch das Wetter ist uns wohlgesinnt, sodass einem schönen Tagesausflug nichts mehr entgegen stehen konnte. Mit einer Fläche von ca. 90 ha gehört der Murner See sicherlich nicht zu den größten bayrischen Seen, er lädt aber dennoch zu zahlreichen Aktivitäten ein. Neben Tauchen, kommen auch Schwimmen, Seglen, aber auch andere Freizeitaktivitäten sicherlich nicht zu kurz. Mit seinen knapp 47 m Tiefe kommen auch Tec-Diver auf ihre Kosten.

Bei leicht bewölkten 10°C schlagen wir unser Tageslager direkt am Einstieg Aussichtsturm des Murner Sees auf und finden so optimale Bedingungen vor. Neben dem Tauchspot Aussichtsturm gibt es auf der anderen Uferseite noch den Tauchspot Rutsche, diese ist aber nur mit spezieller Genehmigung zu erreichen. Nach dem Zusammenbauen unserer Ausrüstung, gefolgt von einem kurzen Tauchplatzbriefing geht es auch schon los ins 6°C kalte Wasser des Murner Sees.
Vor seiner Rekultivierung zum Freizeitgewässer war der Murner See eine Abbaustätte für Braunkohle. Es finden sich daher immer noch die Fahrbahnen und Plateaus, welche früher von LKWs und den großen Maschinen genutzt wurden. Der Murner See hat keinen natürlichen Zufluss, sondern ist vom Grundwasser gespeist. Das alte Pumpenhaus kann der Tec-Diver am Grund des Sees noch heute erahnen. Eben aus diesem Grund ist das Wasser sehr sauer – zur Pflege der Ausrüstung sollte diese im Nachgang mit klarem Wasser abgewaschen werden. Der hohe Säuregehalt hat zur Folge, dass sich die Pflanzen und Tierwelt im Murner See nicht allzusehr ausgebildet hat, wenngleich man in den flacheren Teilen Pflanzenbewuchs, wie auch den ein oder anderen Flussbarsch finden kann.

Abgetaucht am Einstieg Aussichtsturm findet sich sogleich eine Leine, die den Weg in die Tiefe markiert. Dieser gefolgt finden wir uns auf 30 m Tiefe am Weihnachtsbaum mit Osterhasen. Das Wasser ist äußerst klar – nur nichts vom Boden aufwirbeln, sonst ist die Sicht dahin. Nach einem kurzen Aufenthalt auf 30 m bei 4°C und die Nullzeit im Blick geht es sogleich wieder hoch auf 20 m, vorbei am Fahrrad und Engel. Im seichten Wasser überbrücken wir den Sicherheitsstopp und finden uns dann zur Oberflächenpause bei Brotzeit und Gulaschsuppe an unserem Tageslager.

Für Tauchgang zwei geht es diesmal nicht ganz so tief. Wieder der Leine folgend biegen wir bei etwa 20 m Tiefe am Fahrrad rechts ab, sodass das Gefälle an unserer rechten Schulter ist und folgen dem Weg wieder über den Engel weiter, bis wir die ehemalige Fahrbahn entdecken. Es geht hoch auf 12 m und wieder zurück mit dem Gefälle auf der linken Schulter. Wir kommen am Sonnenschirm vorbei und just in diesem Moment merken wir, wie die Farbenpracht unter Wasser besser wird. Die Sonne hat den Kampf gegen die Wolken gewonnen und erstrahlt die Unterwasserwelt mit voller Kraft. Wir ziehen sogleich weiter in den Unterwasserwald, drehen unsere Runden durch die Baumreihen und werden von einem kleinen Schwarm Streifenbarsche begleitet. Die Restluft im Blick geht es weiter nach oben, wo wir im Bereich um die 5 m gemütlich den Tauchgang ausklingen lassen. Zurück an der Wasseroberfläche werden wir zum Abschluss des Tauchgangs noch von den warmen Sonnenstrahlen begrüßt.

Fazit: Trotz der frischen Wassertemperaturen konnten wir zwei tolle Tauchgänge im Murner See erleben. Die Sichtweiten unter Wasser, sowie die Unterwasserwelt selbst sind phänomenal und liefern jedem ambitionierten Hobbyfotografen beste Voraussetzungen den Umgang mit der Kamera zu perfektionieren. Aber auch jeder andere Taucher (Anfänger bis hin zum Fortgeschrittenen) kommt hier auf seine Kosten. Du hast Lust bei dem nächsten Ausflug zum Murner See dabei zu sein, dann melde dich bei uns. Wir planen für diesen Sommer noch den ein oder anderen Tagesausflug dorthin. Weitere Reisen und Ausflüge findet ihr hier.

Fotos by Christina and batandtheman

Rückblick: Tagesausflug Walchensee – Steinbruch

Tagesausflug Walchensee – Steinbruch – Am Samstag, 17.02.24 geht es für unsere 15-köpfige Gruppe frühmorgens um 08:00 Uhr, hochmotiviert – bei leider nicht allzu bestem Wetter – zum Tagesausflug an den Walchensee. Mit einer Höhenlage von ca. 800m, einer Gesamtfläche von 16,267 km² und einer Maximaltiefe von ca. 190 m lädt der Gebirgssee Walchensee mit mehreren Tauchspots das ganze Jahr über zum Tauchen ein. Angemerkt sei hier, dass an einigen Tauchspots (Hackl, Steinbruch, Galerie, …) ein Wintertauchverbot gilt. Am Tauchspot Steinbruch darf man aber ganzjährig ins kühle nass springen. In unserem Fall bei 4°C.

Der Walchensee ist der am höchsten gelegene größere bayerische Alpensee, nach dem Königssee ist er der zweittiefste See in Bayern. Einiges spricht dafür, dass es sich beim Walchensee um den erdgeschichtlich ältesten See Bayerns handelt. Seit 1924 wird der Walchensee unter Ausnutzung der Höhendifferenz zum Kochelsee von rd. 200 m zur Wasserkraftgewinnung genutzt. Da das natürliche Einzugsgebiet des Walchensees sehr klein ist, wurde der Seezulauf durch Überleitungen aus der Isar (Krüner Wehr) und dem Rißbach auf das zehnfache vergrößert. Zur Wasserkraftnutzung kann der Seespiegel des Walchensees im Winterhalbjahr um maximal 6,60 m abgesenkt werden. Aufgrund seiner speziellen Windverhältnisse ist der Walchensee bei Windsurfern besonders beliebt, das klare Wasser macht ihn für Taucher attraktiv. Wegen der überwiegend steilen Ufer sind nur wenige Abschnitte zum Baden geeignet; die Oberflächentemperatur beträgt auch in heißen Sommermonaten selten mehr als 20 °C (Auszug aus dem Gewässerportrait des Wasserwirtschaftsamt Weilheim).

Am Steinbruch selbst findet sich eine große Parkfläche, die zur Tauchbasis umgeformt wird. Der Einstieg ist recht simpel: gegenüber des Parkplatzes – über die Straße – findet sich ein Tisch mit zwei Bänken. Direkt daneben geht es über provisorisch eingerichtete Felsstufen nach unten. Der Einstieg ins Wasser ist je nach Wasserstand einfacher oder aber auch schwieriger. Auch der Wellengang kann den Ein- oder Ausstieg zur Herausforderung machen.

Abgetaucht – ins kühle 4°C warme Wasser – gibt es einige interessante Highlights im See: Vom Einstieg aus findet sich ein kleiner Steinhaufen, der leicht links mit einem kleinen Steinwall in die Tiefe führt. Bei ca. 15 m Wassertiefe (je nach Wasserstand) findet sich ein wunderschöner, blauweißer Maibaum. Dann geht es mit der Steilwand an der rechten Schulter weiter in die Tiefe, vorbei am Schlammfeld ins Geröllfeld, gefolgt von den Abbruchkanten auf ca. 20 m. Auf etwa 32 m Tiefe finden wir dann einen großen Spiegel. Die Sicht ist alles in allem ok, wenn auch viele Schwebeteilchen im Wasser sind, aber die Finger werden langsam kalt. Anschließend geht es wieder auf etwa 20 m nach oben, dazu folgen wir wieder einem angelegten, kleinen Steinwall. Angekommen geht es mit der Steilwand auf der linken Schulter startend serpentinenartig leicht steigend nach oben. Hier kommen wir auch direkt am Friedhof der Kuscheltiere vorbei. Auf etwa 5 m tauchen wir gemütlich aus, sodass wir wieder an unserem Einstiegspunkt ankommen.

Aufgetaucht werden wir von einem starken Wellengang überrascht, der uns den Ausstieg zu einer kleinen abschließenden Herausforderung macht.

Fazit: Trotz der niedrigen Temperaturen war der Walchensee einen Ausflug wert. Mit seinen vielen unterschiedlichen Tauchspots kann der Tagesausflug auch spontan umgeplant werden. Weitere Reisen und Ausflüge findet ihr übrigens auch hier.

Foto by Christina

Rückblick: Wochenendausflug Y-40 – The Deep Joy

Y-40 – The Deep Joy – Ein Wochenende mit den ABC-Divers im tiefsten thermalen Indoorpool der Welt. Mit seinen 4,3 Mio Liter Wasser und einer Temperatur von 30°C ist der Y-40 in Montegrotto Terme, Italien ein Spaß für Freediver und Scuba-Diver. Im angrenzenden Hotel Terme Millepini kann dann auch die Oberflächenpause mit diversen Spa- und Wohlfühlprogrammen überbrückt werden.

Zum zweiten Mal geht es für die ABC-Divers nach Montegrotto Terme nur 45 min von Venedig entfernt, um im tiefsten thermalen Indoorpool der Welt, dem Y-40 ein Freedive- und Scuba-Wochenende zu verbringen. Das Y-40 ist ein speziell für Freediving gebauter Tauchturm, abgestuft auf verschiedene Zwischentiefen (1,2m, 5m, 6m, 8m, 12m, und 15m) bis zu einer Maximaltiefe von 42,15m. Mit einer Bauzeit von weniger als einem Jahr wurde in 2014 das Tauchbecken fertiggestellt und öffnet fortan an 365 Tagen im Jahr seine Tore für alle Tauchbegeisterten. Speziell für Freediver gibt es diverse Bojenleinen und drei Sicherungsleinen für den tiefen Abstieg auf die dunklen 42,15m. Aber auch die Scuba-Diver kommen hier vollends auf ihre Kosten, neben Tieftauchgängen kann auch das hauseigene Höhlensystem erkundet werden.

Direkt nebenan wird aktuell das Phi12 gebaut. Eine zylindrische Röhre mit 12m Durchmesser und 30m Tiefe unter Freiluft, welches ab 2025 als weiteres Highlight die Region beleben soll. Auch Nichttaucher können hier auf 5m Tiefe über eine speziell angelegte Besucherebene mit Vollverglasung in die Unterwasserwelt eintauchen. Für Tiefenbegeisterte gibt es einen Fahrstuhl, mit dem die Besucher den Tiefenrausch auf 30m erleben können und ihre Free- und Scubadiver beobachten können.

Hochmotiviert geht es Freitag Morgens um 08:00 Uhr los gen Süden. Der Verkehr meint es gut mit uns, bis kurz nach dem Brenner geht es ohne größere Zwischenfälle voran. Dann heißt es aber leider doch noch Stau. Wir lassen uns die Vorfreude nicht nehmen und nach 30min geht es wieder weiter auf der A22 Richtung Süden. Die restliche Strecke dann ohne weitere Komplikationen. Um kurz vor 15:00 Uhr treffen wir Christina, Lukas und Domi, die schon am Donnerstag angereist sind um mit einem PADI Basic Mermaid Kurs ins Tauchwochenende starten zu können und um bereits hier persönliche Tiefenrekorde brechen zu können. Im Laufe des nachmittags trifft dann auch der Rest der Reisegruppe ein, sodass wir um 18:30 Uhr nach einem kurzen Briefing und Buddy-Einteilung zu unserer ersten Freedive- und Mermaid-Session ins Wasser können. Für unsere Scuba Divers heißt es dann und 20:00 Uhr Tauchequipment an und los. Zum Abendessen gibt es köstliche italienische Speisen im hauseigenen Restaurant des Y-40. Unser Hotel, das Hotel Terme Millepini liegt direkt am Y-40, was die ganze An- und Abreise recht einfach macht, da es direkt zum Y-40 gehört. Aber auch die Oberflächenpausen können so hervorragend genutzt werden, denn das Hotel verfügt über einen hauseigenen Spa- und Wellnessbereich, welcher vom angrenzenden Thermalwasser gespeist wird.

Frühmorgens kurz vor 6:00 Uhr klingelt am Samstag der Wecker, da unsere erste Freedive-Session um 07:00 Uhr startet. Da der Italiener scheinbar gerne länger schläft, haben wir das Y-40 komplett für uns. – Das hat man auch nicht alle Tage. Nach 1:30h Morgensport geht es zum wohlverdienten Frühstücksbuffet im Hotel Terme Millepini. Gut gestärkt heißt es dann aber erst einmal Oberflächenpause und unseren Scuba Divern beim Tauchen zusehen, bevor wir um 11:00 Uhr zu unserer zweiten Freedive- und Mermaid-Session starten. – Hier dann aber mit vielen anderen Freedivern, die den Samstag für ihre Freizeit- und Trainingsaktivitäten nutzen wollen.
Da natürlich auch das körperliche Wohlbefinden nicht zu kurz kommen darf, steht der Nachmittag zur freien Verfügung, um die Spa- und Wellness-Angebote austesten zu können. Für die Freediver und die die es werden möchten gibt es noch einen Breathwork and Meditation Workshop von Christina. Am späten Nachmittag steigen dann nochmals unsere Scuba Diver ins Wasser, bevor der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen in einem der zahlreichen angrenzenden Restaurants abgeschlossen wird.

Am Sonntag steht dann leider auch schon die letzte Freedive- und Scuba-Session an. Gegen Mittag, nachdem wir uns nochmals im hauseigenen Restaurant gestärkt haben, geht es dann auch auf die 6 stündige Heimreise.

Fazit: Egal ob Mermaid, Free- oder Scuba Diver, jung oder alt, Anfänger oder Fortgeschrittene, das Y-40 bietet wirklich für jeden etwas. Es ist ideal für einen Wochenendtrip, eine Buchung sollte aber gut geplant und weit im voraus sein, da es sehr beliebt und fast immer ausgebucht ist. Wer unter der Woche gehen will hat hier deutlich bessere Chancen auch mal den Pool für sich alleine zu haben. Wir kommen wieder, so viel sei gesagt. Bis dahin findet jeden zweiten Samstag unsere Pool-Session im Pool Oberschleißheim statt, wer Lust und Interesse hat, kann hier ins Freediving und/oder Mermaiding reinschnuppern. Alles Infos zu den Kursen gibt es hier auf unserer Freediving & Mermaiding-Seite. Weitere Reisen und Ausflüge findet ihr übrigens auch hier.

Fotos by Domi, Lukas und Stefan

Gastbeitrag: Tauchsafari Malediven 2023

Best of Male – 7 Tage Tauchsafari auf den Malediven vom  09. Dez bis 17. Dez 2023. Samstag, 09.12.23, Flughafen München – hier stehe ich nun, die Grenzen des zulässigen Gesamtgewichts meines Gepäcks strapaziert und warte, dass ich mein Tauchgepäck samt umfangreicher UW-Fotografieausrüstung am Check-In abgeben darf, damit die Reise endlich beginnen kann. Dieses Mal bin ich ohne ABC-Buddies unterwegs, da ich die Möglichkeiten eines zukünftigen Reiseangebots ausloten möchte…

Nach einer vergleichsweise entspannten Anreise stehe ich um 05:45 Uhr Ortszeit am Malé International Airport und darf nun 6h auf meine Abholung warten. Da der Schlaf leider während der Anreise etwas zu kurz kam, musste ich diesen am Flughafen nachholen.
Mit dem Dhoni geht es gegen Mittag vom Airport auf unser Tauchsafarischiff die Emperor Explorer [unbezahlte Werbung]. Unsere Gruppe ist überraschenderweise klein, statt der maximal möglichen 26 Gäste sind wir nur 11 in Zahl. Dies hat direkt zur Folge, dass die Alleinreisenden eine Kabine für sich bekommen. Die anderen Safarigäste kommen aus der Schweiz, Österreich, Portugal, Brasilien und Saudi Arabien. Wir sind eine gut durchmischte Gruppe, die sich auf Anhieb versteht. Haben wir doch alle die gleiche Leidenschaft.Nach einer kurzen Schiffs- und Sicherheitseinweisung bekommen wir einen ersten Vorgeschmack von dem, was uns die kommenden Tage außerhalb des Wassers erwartet, hervorragende Verpflegung. Es sei soviel gesagt, Abnehmen ist in den kommenden Tagen nicht möglich.

Unser zweiter Tag beginnt mit einem Check-Dive direkt im North Malé Atoll (Kurumba). Leider ist die Sicht nicht allzu gut, da etliche Schwebeteilchen im Wasser sind. Dies wird uns noch in den beiden kommenden Tauchspots (Fish Factory und Lankan) verfolgen. Nichtsdestotrotz zeigt sich bereits hier die Vielfalt und Schönheit dieses Tauchparadies.

Wir verlassen das North Malé Atoll und begeben uns auf Überfahrt ins Rasdhoo Atoll. Hier werden wir bereits mit den ersten Highlights belohnt: Schwarzspitzen-Riffhaie, grauer Riffhaie, Karettschildkröten und Manta Rochen. Wer genauer hinschaut, oder einen erfahrenen Guide dabei hat, findet auch den ein oder anderen Anglerfisch oder Skorpionfisch gut versteckt im großen Korallenmeer.

Das Ari Atoll, in welchem wir die Tage vier und fünf verbringen ist geprägt von zahlreichen „Thilas“ – maledivisch: ein kleiner, rundlicher Unterwasserberg in einem Atoll, meist zwischen 5m und 15m. Aufgrund der Lage der Thilas in den Atollen außerhalb der geschützten Lagunen, sind die Spots von Strömungen geprägt. Vor jedem Sprung ins 30°C warme Wasser stellt sich daher die Frage wie stark die Strömung ist und ob der Spot so betauchbar ist.
An dieser Stelle sei folgendes gesagt: wer Strömungstauchen mag, ist auf dieser Tour gut aufgehoben, wer hingegen lieber nur an einer Stelle am Riff die Makrowelt erkunden will, kommt zwar auch auf seine Kosten, muss aber gegen die Strömung agieren. Hier gibt es z.B. in Ägypten deutlich ruhigere Spots. Dennoch ist diese Tour auch für Personen geeignet, die noch nicht mit Strömungstauchen in Verbindung gekommen sind. Die Dive-Guides nehmen jeden einzelnen an der Hand und unterstützen über, wie auch unter Wasser, um jedem ein einmaliges Erlebnis zu bereiten.
Neben den Thilas ist auch das Wrack Kudi Maa vor dem Machafushi Hausriff einen Abstecher wert. Wrackbegeisterte, wie UW-Fotografen kommen hier vollends auf ihre Kosten. Die Kudi Maa wurde Ende der 1990er Jahre vor der kleinen Insel versenkt, nachdem die Bauarbeiten der Touristeninsel abgeschlossen waren und dient jetzt als Lebensraum zahlreicher Meeresbewohner. Angefahren werden sollte das Wrack allerdings früh morgens, denn aufgrund der Lage finden sich hier zahlreiche Tagestouren und daher diverse Taucher im Wasser, was den eigenen Tauchgang doch etwas anstrengender macht und die Sicht verschlechtert.
Der nächtliche Ankerplatz wird inmitten einer ruhigen Lagune gewählt, welche bekannt für Walhaisichtungen ist. Vom Glück verfolgt können wir so nach einem ausgiebigen BBQ nochmals ins Wasser springen, um mit einem kleineren Walhai (ca. 5,5m) zu schnorcheln.

Das Ende unserer Tour verbringen wir im Vaavu Atoll in dem wir vor der Insel Dhiggiri mit einer Vielzahl an Ammenhaien Tauchen dürfen. Diese friedlichen, teilweise unbeholfenen Meeresbewohner haben kein Problem mit den Tauchern auf Tuchfühlung zu gehen und so kann es sein, dass man die ein oder andere Flosse im Gesicht hat, oder dass die Tiere auf Kuschelkurs gehen. Dabei gilt aber stets: Nicht anfassen!
Den siebten Tag verbringen wir wieder im Hafen von Malé damit unsere Ausrüstung zu trocken und zu packen. Auch ein Landgang, in dem wir die maledivische Kultur und Lebensart erleben können steht auf dem Plan.

Unsere Reiseziele:

11.12.23 North Malé Atoll:
1. Kurumba
2. Fish Factory
3. Lanka
12.12.23 Rasdhoo Atoll / North Ari Atoll:
1. Rasdhoo Madivaru
2. Madi Gaa
3. Hohola Thila
4. Fesdu Lagoon
13.12.23 North Ari Atoll / South Ari Atoll:
1. Fish Head 
2. Omadhoo Thila
3. Vilamendhoo Thila
4. Kahunbu Thila
14.12.23 South Ari Atoll:
1. Kudi Maa Wreck
2. S.A.M.P.A. W/S ~ Dhidhoo Beyrll
3. Kuda Rah Thila
15.12.23 South Ari Atoll / Vaavu Atoll:
1. Five Rocks
2. Miyaru Kandu
3. Dhiggiri
4. Alimatha
16.12.23 Vaavu Atoll / South Malé Atoll:
1. Miyaru Kandu
2. Kadu Giri Wreck

Fazit: Wer die vielfältigen Tauchspots auf den Malediven sehen will, sollte sich für eine Tauchsafari entscheiden und nicht nur von einer einzelnen Insel mit Tagesausflügen die Spots anfahren. Die Emperor Explorer und deren Crew [unbezahlte Werbung] lesen ihren Gästen jeden Wunsch von den Augen. Für den stolzen Preis bekommt man auch den größtmöglichen Luxus inkl. großer Kabine. Für Tauchbegeisterte mit einem kleineren Geldbeutel findet sich bei den zahlreichen Anbietern vor Ort eine gute günstigere Alternative.
Bei Fragen oder Tourenplanung meldet Euch gerne bei uns über das Kommentarfeld unten, per Telefon oder direkt im Shop vor Ort. Weitere Reisen und Ausflüge findet ihr auch hier.

Fotos by batandtheman

Rückblick: Tauchsafari Ägypten 2023

ABC-Divers on Tour – Süd Tour vom 19. Okt bis 26. Okt 2023. Donnerstag, der 19.10.23, Flughafen München, die Tauchtaschen sind gepackt, das Visum ist erteilt und wir warten in einer langen Schlange vor dem Check-In Schalter, dass wir unsere sieben Sachen aufgeben dürfen. Es geht überraschenderweise ziemlich schnell und so warten wir bereits nach kurzer Zeit im Sicherheitsbereich des Terminal 1, dass wir unseren Condor Flug nach Hurghada boarden dürfen…

Wir sind eine toll gemischte Gruppe von 16 abenteuerlustigen Tauchern, die sich auf den langen Weg nach Hurghada, Ägypten begibt. Der Flug verläuft zum Glück ohne größere Turbulenzen und Zwischenfälle. Lediglich eine kleine Gruppe von „Malle“-Tauchern hatte es sich zum Ziel gesetzt die flugzeugeigene Bar zu leeren, sehr zum Leidwesen der Flugbegleiter/innen und weiteren Passagiere. Die Vorfreude sollte dies aber nicht mindern. Nach Ankunft gegen 18:00 Uhr Ortszeit müssen wir erstmal auf den Bus warten. Leider wird die Wartezeit aufgrund Ankunft am „falschen“ Terminal nochmal deutlich verlängert. – In Hurghada scheint es typisch zu sein, dass die Flugzeuge entgegen der Anzeige auf diversen Homepages ankommen, wo sie eben gerade ankommen. Man tut gut jemanden zu kennen, der jemanden kennt, der weiß wie die Dinge laufen. So steigen wir also gegen 20 Uhr in einen viel zu kleinen Reisebus mit unserem Tauchgepäck auf dem Schoß und treten die 3h Fahrt nach Marsa Alam an.
Übermüdet und hungrig ging es für uns dann kurz vor Mitternacht endlich auf die MY Cairo II, auf der wir von Petra und Ibrahim herzlichst empfangen wurden. – Die MY Cairo II mag vielleicht nicht das neuste oder auch größte Schiff im Roten Meer sein, aber die Crew ist stehts daran einem beim noch so kleinen Problem zu helfen.
Nach einer kurzen Einweisung und dem Auspacken des Tauchequipments ging es nach einem kleinen nächtlichen Snack auch endlich ins wohlverdiente Bett. Der Tauchsafari stand somit nichts mehr entgegen.
Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück starteten wir in den neuen Tag. Nach den obligatorischen Formalien stand dem Auslaufen aus dem Hafen und dem Check-Dive in Muh Halhala nichts mehr entgegen. Die Safari konnte so nun starten.
Neben zahlreichen Tauchgängen stand gutes Essen und hervorragendes Wetter auf dem Plan. Wir sind jeden Tag aufs neue überrascht, welche Spezialitäten der Schiffskoch in seiner kleinen Kombüse hervorbringt. So manch einer behauptet er habe trotz der möglichen 20 Tauchgänge das ein oder andere Kilo zugenommen.
Ein absolutes Highlight erwartet uns aber in Sataya West / Sataya Lagoon, dem Dolphinhouse. Da hier die ein oder andere Delfinschule beheimatet ist, bietet sich die Möglichkeit mit Delfinen zu schnorcheln und dadurch den Meeressäugern ganz nah zu kommen. Die Glückspilze unter uns dürfen dann sogar mit einem Delfin zusammen tauchen.

Unsere Reiseziele:

20.10.23 Muh Halhala, Check-Dive
El Dahara, Night-Dive
21.10.23 Um Maksur
Sataya West / Sataya Lagoon (Dolphinhouse)
22.10.23 Sataya Drop Off
Malahi
Claudy
Abu Galawa Kebir
23.10.23 Abu Galawa Kebir
Abu Galawa Sughayar
Shalaniat
24.10.23 Shalaniat
Shaab Sharm
Shaab Marsa Alam
25.10.23 Shaab Marsa Alam
Fotos by batandtheman